„Der Hausnotruf hilft uns sehr“

28.05.2010
News_04 - Notrufknopf Erika (61) und Klaus Labitzke (71) wohnen seit mehr als 20 Jahren in einer Drei-Zimmer-Wohnung der Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg eG (LBG) in der Nähe des Nordbahnhofs. Seit zwei Jahren nutzt Klaus Labitzke das Service-Wohnen, das allen Mitgliedern der LBG durch eine Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) angeboten wird. Die Labitzkes haben jetzt einen Hausnotruf in ihrer Wohnung.

Täglich meldet sich Klaus Labitzke über die Basisstation. Dann wissen die Mitarbeiter der rund um die Uhr besetzten Hausnotruf-Zentrale des ASB, dass es ihm gut geht. Um den Hals trägt er ein Gerät vom Format einer Stoppuhr. Wenn er damit Alarm auslöst, meldet sich die Zentrale und schickt einen Mitarbeiter vorbei.
News_04_Hausnotruf Wie wohnt es sich mit dem Hausnotruf?

Klaus Labitzke: Ich bin herzkrank und habe Diabetes. Meine Frau versorgt mich. Wenn wir den Hausnotruf nicht hätten, könnte sie mich nicht allein in der Wohnung lassen. Wir würden nicht mehr allein zurechtkommen. Durch den Hausnotruf sind wir beide beruhigt, weil rund um die Uhr das Notfallteam des ASB in Bereitschaft ist und sofort reagiert, wenn ich Alarm auslöse. Der Hausnotruf ist sehr wichtig für uns!

Erika Labitzke: Wenn meinem Mann schlecht wird, braucht er sofort Hilfe. Für mich bedeutet der Notrufknopf, dass ich mir nicht ständig Sorgen um ihn machen muss, wenn ich einkaufen gehe oder einen Arzttermin wahrnehme.

Was schätzen Sie an Ihrer Wohnung?

Klaus Labitzke: Wir haben die Wohnung nach unserem Geschmack eingerichtet und alles ist vertraut. Unser Zuhause ist immer wichtiger, denn ich verlasse die Wohnung kaum noch! Früher waren wir viel im Kleingarten. Jetzt besuchen uns Freunde und Enkelkinder hier.

Erika Labitzke: Das ist hier unser Viertel. Viele unserer Freunde, Kinder und Enkelkinder wohnen im Umkreis. Im Haus kennen wir alle. Wir haben nette und hilfsbereite Nachbarn. Sie tragen mir Einkaufstaschen die Treppe hoch oder schauen nach meinem Mann. Seit wir den Hausnotruf haben, kann ich manchmal wieder an Veranstaltungen im LBG-Mietertreff am Nordbahnhof teilnehmen. Ich finde, die LBG ist ein guter Vermieter und schätze das gute Klima untereinander. Vielleicht liegt es auch daran, dass viele der älteren LBG-Mitglieder Eisenbahner sind. Mein Mann war früher auch bei der Bahn.

Klaus Labitzke: Ja, und zwar mit Leib und Seele!
Service-Wohnen und Impulse für das Miteinander
In Kooperation mit dem ASB wird allen Mitgliedern und Mietern der LBG seit 2006 der Hausnotruf als Teil des Service-Wohnens einzeln oder kombiniert mit anderen Dienstleistungen angeboten. Die individuelle Beratung ist kostenlos. Wer Hilfe braucht, wird zu Hause versorgt oder gepflegt. Die Mitglieder zahlen keine Pauschale, sondern die jeweils genutzten Leistungen. Den Hausnotruf zum Beispiel gibt es ab 18,36 Euro monatlich, rund 50 LBGMitglieder im Raum Stuttgart nutzen ihn bereits. Das ist auch ein Erfolg der regelmäßigen Infoveranstaltungen der LBG. Für LBG-Vorstand Josef Vogel ergibt sich das „Service-Wohnen“ aus dem Selbstverständnis der Genossenschaft: „Unsere Satzung verpflichtet uns dazu, unsere Mitglieder zu fördern. Wir brauchen Lösungen, die ihnen ermöglichen, in ihren vertrauten Wohnungen zu bleiben, auch wenngesundheitliche Probleme auftreten. Dafür haben wir die Zusammenarbeit mit dem ASB gestartet, die sich sehr gut entwickelt.“ Die LBG unterhält außerdem einen Mietertreff mit vielfältigen kostenfreien Veranstaltungen, eine Gäste- und Ferienwohnung in Stuttgart und hat 2008 ein Mehrgenerationenhaus eingeweiht.

Info unter:
E-Mail: info@lbg-online.de
Telefon: 0711 / 25004 - 0
Web: www.lbg-online.de